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Bericht vom 2. Saisondrittel der 1. Mannschaft

..16.03.2019 16:45 von Uli Schumacher

4. Runde Ruhrspringer – Marsberg 4-4: Wir verteilen vorzeitig Weihnachtsgeschenke!

Am 16. Dezember hatte die 1. Mannschaft die starken Marsberger zu Gast und wir starteten gut. Bis kurz vor der Zeitkontrolle sah alles nach einem deutlichen 6-2 Sieg aus. Uli Dassel, Erich Weyrauch,  und Simon Brunner holten an den Brettern 1, 3 und 4 Remisen.

Alle anderen Bretter hatten gute Stellungen - Thomas Mohrmann und Walter Bräutigam sogar Materialvorteil.  Von da ab ging fast alles schief. Frank Steinhage konnte Michael Hesse an Brett 6 mit ständigem Druck in der Zeitnotphase zu Fehlern zwingen und seine Partie noch gewinnen, aber dann:

Walter Bräutigam stellte an Brett 8 mit einem Zug seinen kompletten Materialvorteil von Qualität und Mehrbauer ein – Remis.

Dietmar Werthmann verlor in Gewinnstellung in der Zeitnotphase seine Dame 0-1.

Sven Badke stand nach guter Eröffnung gegen Frank Zieprecht inzwischen mit dem Rücken zur Wand und rettete sich mit Mühe und Not ins Remis.

Übrig blieb nur noch Thomas Mohrmann, der gegen Frank Tuschen ein Turmendspiel mit zwei Mehrbauern hatte. Leider bewahrheitete sich die Weisheit des großen Simon Brunner: „Turmendspiele sind immer remis!“ und Thomas kam aufgrund eines sehr guten Verteidigungsspiels von Frank nicht über ein Remis hinaus.

Damit endete der gesamte Kampf mit 4-4 und wir verpassten die Möglichkeit uns an der Tabellenspitze festzusetzen.

 

5. Runde: Herdringen – Ruhrspringer 2-6: Klarer Sieg im Arnsberger Stadtderby

20. Januar – neues Jahr, neues Glück – und ein Novum stand an: Das erste Arnsberger Stadtderby in der Verbandsklasse seit den 90er Jahren. Das erste der favorisierten Ruhrspringer gegen die aufstrebenden Herdringer. Mehr Dramatik gab es aber nicht, denn die Geschichte dieses Matches ist schnell erzählt. Beide Teams traten mit Ersatzspielern an, mit Thomas Langes und Tom Feldhaus konnten wir die deutlich stärkeren an die Bretter setzen und beide gewannen deshalb ihre Partien. Uli Dassel gegen Daniel Krusel an Brett 1, Simon Brunner gegen Andreas Spiegel an 3, sowie Dietmar Werthmann gegen Alice Emming an Brett 5 fuhren sichere Remisen ein, ebenso Thomas Mohrmann, der gegen Maximilian Kusche mit Minusbauern allerdings arbeiten musste. Nach zähen Arbeitssiegen von Walter Bräutigam gegen Jürgen Terhorst an Brett 6 und Frank Steinhage gegen den Ex-Ruhrspringer Lutz Kümpel an Brett 4 stand am Ende ein klarer Sieg zu Buche, der uns die geteilte Tabellenführung Mit dem SV Menden in der Verbandsklasse Nord einbrachte.

 

Den Herdringern drücken wir dagegen im Abstiegskampf alle Daumen.

 

6. Runde: SV Letmathe II – SV Ruhrspringer 3-5: Arbeits- und Zittersieg in Überzahl

Am 10. Februar mussten wir erneut reisen; diesmal zur Zweitvertretung des SV Letmathe. Bereits im Vorfeld war klar, dass der Gegner nur zu sechst antrat, so dass wir mit einer 2-0 Führung in das Match starteten. Wir dagegen waren zu neunt, was für das Ergebnis zwar natürlich nichts nutzte, was aber für unseren guten Teamzusammenhalt spricht.   Es war  trotzdem klar, dass uns ein hartes Match bevorstand, denn Letmathe rückte mit ihren stärksten Spielern nach hinten und hatte in 6 Partien 4mal Weiß.

Für die, die zuschauen mussten, wurde es hart, denn Letmathe spielte stark und wir bauten Böcke ein. Frank Steinhage ließ sich an Brett 6 in eine zunächst symetrische Stellung in der englischen Eröffnung locken, in der er sich überhaupt nicht wohl fühlte. Bei genauen Spiel des Weißen befürchtete er einen Durchbruch auf dem Damenflügel mit schwachen schwarzen Bauern. Er entschloss sich daher zu einer gewagten Gegenattacke auf dem Königsflügel und bot dann früh Remis, das der Gegner aufgrund der bisherigen Ausbeute von Frank 4 Siege in 4 Partien gerne annahm.

Von nun an musste Frank aber auch zuschauen und das wurde, wie so oft, Nerven aufreibend. Dietmar Wertmann übersah in besserer Stellung eine einfache, Vorteil erhaltende Abwicklung, wollte eine taktisch Finte spielen und musste danach eine Qualität hergeben.

Simon Brunner erreichte am Brett 4 eine leicht schlechtere Stellung mit ungünstiger Bauernstruktur,  die ihn viel Bedenkzeit kostete. Mit Damen und Türmen auf dem Brett hatte er dennoch Remisaussichten. Er wehrte sich lange nach Kräften und es fehlte ihm nach erzwungenen Damentausch in allen Varianten genau 1 Tempo, um Remis zu halten. Weil es dafür aber keine Punkte gibt, nicht einmal einen Viertelpunkt, kam Letmathe so auf einen Punkt heran.

Bei Sven Badke, neben Dietmar einziger Weißspieler an diesem Tag auf unserer Seite, war ebenfalls nicht mehr als ein Remis drin. Walter stand an Brett 8 auch eher ausgeglichen und Thomas Mohrmann stand an Brett 2  mit Schwarz unter Dauerdruck.  Als Thomas dann auch noch seine Dame für einen Turm geben musste, hatten wir zwei Partien mit Minusmaterial – Dietmar und Thomas - bei nur einem Punkt Vorsprung. Es drohte nun sogar eine Niederlage nach 2-0 Führung!  Unruhe auf den Zuschauerrängen!

Als Walter seine Partie dann aber drehte und sein Gegner in ein Matt hineinlief, hatten wir zumindest schon einmal 4 Brettpunkte und damit ein Unentschieden sicher.

Thomas Mohrmann brachte dann das Kunststück fertig, mit einem Turm auf der zweiten Reihe, einem Freibauern auf c2 und einem auf der Grundlinie festgenagelten gegnerischen König eine unüberwindliche Zwickmühle zwischen Zugwiederholung, Matt auf der Grundlinie oder Damengewinn zu schaffen, so dass sein Gegner wohl oder übel in ein Remis einwilligen musste. Auch ‚Dietmar spielte daraufhin Remis, so dass am Ende ein 5-3 für uns herauskam.

Da der SV Menden zeitgleich eine überraschende Niederlage gegen Meschede einstecken musste, sind wir nun mit einem Punkt Vorsprung vor Königsspringer Hagen/Wetter alleiniger Tabellenführer der Verbandsklasse Nord.

 

Der SV Herdringen hat übrigens zeitgleich ebenso überraschend die Truppe aus Lüdenscheid geschlagen und nun gute Chancen auf den Klassenerhalt. Ein guter Tag für das Arnsberger Schach.

 

 

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