Niederlage gegen Schwerte – die erste Mannschaft bekommt Grenzen aufgezeigt!

..24.09.2015 18:15 von Uli Schumacher

In der 2. Runde der Verbandsliga haben wir eine klare Niederlage gegen Schwerte einstecken müssen. Wir unterlagen in unserem 1. Heimspiel den favorisierten Schachfreunden zwar „nur“ 3:5, aber wirkliche Spannung kam im Laufe des Mannschaftskampfes nicht auf, weil wir es unseren Gegnern insgesamt zu leicht machten.

Dabei lagen wir sogar kurzzeitig 1:0 in Führung. Frank Steinhage gelang an Brett 6 in einer hochtaktischen Partie mit unklaren Fallen und Abspielen auf beiden Seiten gegen den deutlich besser notierten Martin Dürwald ein überraschender Sieg.

Danach streckten jedoch kurz nacheinander Thomas Mohrmann, Simon Brunner und Gert Buchner die Waffen, so dass es zur 1. Zeitkontrolle bereits 1:3 gegen uns stand.

Besonders ärgerlich war es für Simon am 1. Brett, der einzügig eine Remisstellung mit ungleichen Läufern aus der Hand gab.

Walter Bräutigam nahm darauf hin am 7. Brett ein Remisangebot in einem unklaren Turmendspiel an. Von außen betrachtet hatte Walter leicht Vorteile, aber er musste seine Partie schon sehr genau spielen, um nicht selbst zu verlieren. Als dann auch noch Uli Dassel in ein verlorenes Endspiel mit Minusbauer geriet, war der Kampf früh entschieden.

Dass das Ergebnis noch einigermaßen erträglich wurde, ist in den beiden letzten Partien wieder unseren Altmeistern zu verdanken.

Erich Weyrauch hatte an Brett 3 einen minimalen positionellen Vorteil erspielt, der sich aus seiner besseren Bauernstruktur ergab. Er hatte drei verbundene Bauern im Zentrum gegen drei vereinzelte des Gegners mit jeweils einem Turm und zwei Leichtfiguren. Diesen Vorteil baute er mit gewohnt gutem Stellungsgefühl geduldig Stück für Stück bis zum Sieg aus.

Anders und kurioser lief es bei Rolf Hunold. Nach einem Patzer im Mittelspiel ging er mit Minusbauern ins Endspiel, wobei sein Gegner zudem einen weit vorgerückten Freibauern auf b3 hatte.

Mit starker Verteidigung und positionellen Geschick, stellte Rolf aber ein Damenendspiel her, in dem er selbst Matt oder Dauerschach drohte. Sein Gegner Christian Vicktor wollte jedoch gewinnen, überzog seine Stellung und geriet in eine unabwendbare Mattdrohung. Im blieben ein paar Racheschachs. Mit dem letzten Schach auf b7 griff er mit ungedeckter Dame gleichzeitig die Dame von Rolf auf f7 an. Rolf war in großer Zeitnot und zog den König aus dem Schach, statt die ungedeckte Dame zu schlagen. Nun konnte Rolfs Dame mit Gewinn geschlagen werden. Im Bewusstsein, dass ein so erschwindelter Sieg unsportlich gewesen wäre, bot sein Gegner zumindest ein Remis an. So stand es am Ende 3,0:5,0.

Im Oktober und November stehen nun zwei Auswärtsspiele in Siegen und Hellertal an. Während wir in Siegen wieder klarer Außenseiter sein werden, ist Hellertal ein klarer Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt. 

 

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