Gutes erstes Saisondrittel für die Erste

..13.11.2016 17:07 von Uli Schumacher

Los ging es bereits am 4. September mit dem Auswärtsspiel beim SV Sundern. Sundern war in der vorigen Saison noch in der NRW-Klasse und auch ohne ihre Rumänen an den Spitzenbrettern haushoher Favorit gegen uns. Leider gaben sie sich keine Blöße und wurden ihrer Favoritenrolle absolut gerecht.

In einem sehr einseitigen Kampf schickten sie uns mit 6,5-1,5 wieder nach Hause.

Lediglich Erich Weyrauch, Martin Kleine und Uli Dassel konnten einen halben Punkt einfahren.

Simon Brunner, Frank Steinhage, Walter Bräutigam, Tom Feldhaus und Dietmar Werthmann verloren zum Teil sehr deutlich. Pech hatte dabei Tom Feldhaus, der dem Spielstand geschuldet ein zwischenzeitliches Remisangebot ablehnte.

Weiter ging es bereits am 25. September mit einem Heimspiel gegen den Aufsteiger SV Hemer. Leider sind die Hemeraner kein gewöhnlicher Aufsteiger, sondern bärenstark und an den ersten 4 Brettern absolut NRW klassentauglich.
Wir waren dagegen stark ersatzgeschwächt und so feierten mit Sven Badke, Thomas Langes und Thomas Henke gleich drei Spieler aus der zweiten Mannschaft ihr Verbandsligadebüt.

Vorne an den ersten vier Brettern lief fast alles wie erwartet: Simon Brunner, Erich Weyrauch und Frank Steinhage mussten gegen stärkere Gegner die Waffen strecken, wobei die Niederlage von Erich in der Zeitnotphase etwas unglücklich zustande kam.

An den hinteren Brettern trumpften vor allem unsere Debutanten groß auch: Sven Badke konnte in lange unklarer Stellung ein Matt erzielen und Thomas Langes remisierte an Brett 7 mit Schwarz. Zudem kämpfte Tom Feldhaus an Brett 5 seinen Gegner nieder.

Die Geschichte des Mannschaftskampfes spielte sich allerdings an Brett 8 ab: Thomas Henke verlor erst einen Zentrumsbauern und hatte auf der h-Linie zudem einen Doppelbauern von dem einer nicht zu halten war. Später hatte Thomas eine ganze Figur weniger ohne eine Spur von Kompensation. Damit war der Kampf eigentlich verloren. Am Ende hatte Thomas zwar immer noch die Minusfigur, dafür aber im Endspiel 3 Mehrbauern eingeheimst, die nicht mehr zu halten waren. Es bleibt ein Rätsel, wie er das hingekriegt hat. Auf jeden Fall holte auch er einen ganzen Punkt und es stand 3,5-3,5.
Am 1. Brett hatte Uli Dassel gegen Carmen Voicu-Jagodzinski in unklarer Stellung eine Mehrqualität erkämpft. Kurzzeitig hatten wir damit unverhofft sogar eine geringe Siegchance im Mannschaftskampf.
Doch die Klasse von Carmen ließ eine Niederlage nicht zu und so endete der Kampf leistungsgerecht mit 4-4.

Im dritten Mannschaftskampf mussten wir auswärts beim Tabellenführer Halver/Schalksmühle antreten. Obwohl wir erstmalig in Bestbesetzung waren, waren wir dennoch an 7 von 8 Brettern schwächer besetzt und wie fast immer klarer Außenseiter. Auch dieser Kampf endete unentschieden, was wir vorher so unterschrieben hätten. Leider verpassten wir  gegen Halver aber einen möglichen Sieg. Kurz vor der ersten Zeitkontrolle lagen wir nämlich 3,5-1,5 in Führung. Gert Buchner, Walter Bräutigam und Thomas Mohrmann holten ganze Punkte. Ich selbst remisierte an Brett 5 in leicht vorteilhafter Stellung.
Erich Weyrauch hatte an Brett 3 wie schon öfter eine Qualität gegen aktives Spiel gegeben. Leider konnte er es diesmal aber nicht durchdrücken und so verlor er leider.
Tom Feldhaus hatte an Brett 8 einen Bauern zu wenig, der obendrein auch noch gedeckter Freibauer war. Als er kurz darauf auch noch eine Figur einstellte war es dann leider schnell vorbei.
Unsere Hoffnungen auf den ersten Saisonsieg lagen aber an den ersten beiden Brettern. Uli Dassel hatte ein Brett 1 einen Mehrbauern, was im Turmendspiel aber äußerst selten zu gewinnen ist.
Simon Brunner erreichte bis in die akute Zeitnotphase eine hochkomplizierte Stellung mit Chancen auf beiden Seiten. Zudem hatte er 2 Minuten mehr Bedenkzeit auf der Uhr. Leider verlor er dann aber völlig den Faden und stellte in den letzten Sekunden unter Druck einzügig die komplette Partie ein.

So stand es abermals nur 3,5-3,5 und es hing wieder an Uli Dassel. Uli versuchte vergeblich alles, um seinen Mehrbauern im Turmendspiel durchzudrücken, musste sich aber leider wieder mit Remis zufriedengeben. Er bleibt damit aber immerhin an Brett 1 ungeschlagen. Fazit: Gegen Halver/Schalksmühle war mehr drin, aber positiv können wir mitnehmen, dass wir zwar fast immer klarer Außenseiter in der Verbandsliga sind, aber an guten Tagen auch fast jeden ärgern können.

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