Guter Start in die Saison...

..01.11.2017 09:28 von Uli Schumacher

Am 10. September hatten wir den SV Menden zu Gast. Unser Gegner trat nur mit 7 Spielern an, hatte aber ansonsten alle Spitzenspieler an Bord.  Trotz der der 1-0-Führung standen wir von Anfang an unter Druck. Tom Feldhaus war leider indisponiert und vereinbarte mit dem eigentlich schwächsten Mendener Spieler am 7. Brett ein schnelles Remis.
Bis auf Frank an Brett 4 kamen fast alle schlecht aus der Eröffnung. Erich Weyrauch verkalkulierte sich bei einem taktischen Abtausch gegen Theo Mertin, verlor Material und schnell die Partie. Walter stand klar schlechter und Thomas Mohrmann und Uli Dassel an den Brettern 1 und zwei hatten schwierige unklare Stellungen. Dietmar Werthmann an Brett 8 fuhr ein ungefährdetes Remis ein.
Frank hatte seinen Eröffnungsvorteil inzwischen leider verspielt, lehnte aufgrund des ungünstigen Spielstandes jedoch ein Remisangebot ab und spielte auf eine kleine Bauernschwäche seines Gegners. Mit etwas Glück konnte er den ganzen Punkt einfahren. Da auch Walter an Brett 6 seine vormals schlechte Stellung in eine vorteilhafte und ein Remis umwandeln konnte, führten wir plötzlich 3,5:2,5.
Es spielten nur noch die Bretter 1 und 2. Uli hatte dabei einen Bauern weniger, allerdings mit Remischancen. Thomas Mohrmann stand zwar etwas defensiver, musste sich aber eigentlich keine großen Sorgen machen. Die Mendener wären zu diesem Zeitpunkt sicher mit einem 4:4 zufrieden gewesen. Dann kippten aber beide Stellungen in wenigen Minuten. Uli verlor noch einen zweiten Bauern und Thomas lief in eine Mattfalle hinein, die er nur mit einem Dame gegen Turmtausch abwenden konnte.
Damit war der Kampf mit 3,5:4,5 verloren.

Schon 3 Wochen später am 1. Oktober ging es weiter und wir traten in Meschede an. Beide Mannschaften traten mit Ersatzspielern an. Bei uns fehlten Erich Weyrauch und Walter Bräutigam, die wir jedoch mit Sven Badke und Dietmar Werthmann gut ersetzen konnten. Von der nominellen Aufstellung her waren wir leicht favorisiert. Ein Gefühl, dass wir in den letzten beiden Verbandsligajahren niemals hatten. Lediglich an den Brettern 1,3 und 6 waren wir nominell schlechter besetzt.
Tom Feldhaus hatte dabei an Brett 6 das zweifelhafte Vergnügen mit Schwarz gegen Gerd Dyballa zu spielen, der seine Gegner mit Vorliebe zu überrollen versucht, wenn man ihn lässt. Tom hatte ihn in der Vergangenheit zwar schon einmal geschlagen, verteidigte sich dieses Mal gegen eine anrollende Bauernwalze viel zu passiv, fand nie zu Gegenspiel und verlor.
Zu diesem Zeitpunkt hatte uns Martin Kleine an Brett 5 aber bereits mit 1-0 in Führung gebracht. Er spielte mit Weiß theoretisch gut vorbereitet gegen die Pirc-Verteidigung seines Gegners, gewann auf beiden Flügeln je einen Bauern und danach auch die Partie.
An Brett 7 hatte Dietmar ebenfalls einen Mehrbauern und an Brett 4 brannte Simon Brunner mit Schwarz ein wahres Feuerwerk ab. Mit Schwarz nahm er das von Dieter Senff angebotene Königsangebot an und nahm mit Läufern, Dame und vorrückenden Bauern am Königsflügel den weißen König unter Beschuss. Es entstand eine wilde Stellung mit zahlreichen Drohungen und Gegendrohungen. Simon wähnte sich schon auf der Siegerstraße als Dieter Senff einen Gegenmattangriff androhte, so dass sich beide auf Remis einigten. An Brett 3 hatte Frank mit Weiß den geschlossenen Sizilianer misshandelt und hatte einen gefesselten Läufer auf der e-Linie hinter der sein König stand und nicht weg rochieren durfte. Alle Figuren konzentrierten sich auf das Zentrum und seinen Königsflügel ohne Chancen auf Gegenspiel. Es schien nur eine Frage der Zeit, bis die Stellung zusammen bricht. Sein Gegner Thorsten Meschede fand jedoch nicht den richtigen Gewinnweg, so dass Frank die gefährlichen Figuren abtauschen konnte und ein Remis erreichte. An Brett 1 ereignete sich Ungewöhnliches: Uli Dassel hatte gegen den favorisierten Heinrich Gutheil eine Qualität geben müssen, dafür aber einen Bauern erhalten. Als er einen zweiten gewann mit der Drohung sich noch einen Dritten zu holen, fiel an diesem Brett die elektronische Uhr aus. Da die verbrauchte Zeit bei beiden nicht mehr zu rekonstruieren war, einigten sich beide auf Remis. Schade. Uli hätte gerne weiter gespielt. Fast zeitgleich gewann Thomas Mohrmann an Brett 2 seine Partie, so dass wir 3,5:2,5 in Führung lagen. Es spielten nur noch die Bretter 7 und 8 an denen wir klar favorisiert waren und zwischenzeitlich auch materielle Vorteile hatten. Während Dietmar in Zeitnot fast noch verloren hätte und schließlich ins Remis einwilligte, konnte Sven die Zeitnotphase unbeschadet überwinden und einen ganzen Punkt gegen Karola Hörhold zum 5:3 Endstand einfahren

In der nächsten Runde hatten wir Neuenrade zu Gast.
An Brett 8 kam diesmal Thomas Langes zum Einsatz, weil Walter Bräutigam und Tom Feldhaus fehlten. Thomas ließ von Anfang an keine Zweifel aufkommen, spielte sich früh eine vorteilhafte Stellung heraus und zog das bis zum Gewinn nach etwa 3 Stunden sicher durch. An den Brettern 4, 5 und 6 musste man sich dagegen Sorgen machen. Frank wählte an Brett 4 die falsche Strategie gegen die französische Verteidigung seines Gegners. Nach mehrere Ungenauigkeiten stand er in der Defensive mit einem nicht so guten Läufer auf d4 gegen einen starken schwarzen Springer auf e4, sowie Türmen und Damen. Aufgrund der schwächeren Stellungen an den Brettern 5 und 6 wollte er zunächst nicht in ein Remis einwilligen, sah aber später ein, dass das Remis das bestmögliche Ergebnis war und teilte deswegen den Punkt. Simon Brunner hatte an Brett 5 eine offene Königsstellung mit vereinzelten h-Bauern und allen Schwerfiguren auf dem Brett. Martin Kleine an 6 hatte gar eine Qualität eingestellt. Innerhalb von wenigen Minuten wendete sich jedoch das Blatt: Martin konnte einen taktischen Abtausch erreichen, bei dem er seine Dame gegen zwei Türme behielt. Das sich sein Gegner darüber hinaus aber auch noch Sorgen um zwei schwache Bauern auf dem Damenflügel machen musste, einigten sich beide auf Remis. Zeitgleich gewann Simon Brunner zunächst einen Bauern, dann eine Qualität und konnte vorentscheidend die Damen abtauschen, was letztlich zum sicheren Sieg reichte. Dietmar Werthmann hatte an Brett 7 wie so oft eine vorteilhafte Stellung. Er nahm im Blackmar-Deemar-Gambit den angebotenen Bauern an und gab ihn später positionell vorteilhaft mit freierem Figurenspiel und schlechter Bauernstruktur seines Gegners zurück. Leider hatte er ebenso wie so oft viel Zeit verbraucht und man guckte sorgenvoll auf seine Uhr. Glücklicherweise hatte er einen Gegner erwischt, der nach seinen Worten noch schlechter blitzt als er und so gewann er verdient. Da lediglich Uli Dassel an Brett 1 verlor, stand es nach vier Stunden 4:2 für uns. Thomas Mohrmann  hatte an Brett 2 in einem Damendendspiel eine sichere Remisstellung. Diese brachte er auch sicher nach Hause, so dass nur noch Erich Weyrauch übrig blieb. Lange Zeit hatte er eine hoch komplizierte positionelle Stellung mit Chancen auf beiden Seiten auf dem Brett. Von außen betrachtet hatten wir lange ein ungutes Gefühl, da sein Gegner einen Freibauern auf der d-Linie und Erich zwei angreifbare Bauern auf dem Damenflügel besaß. Beide Seiten drohten ständig mit taktischen Einschlägen Material zu gewinnen, so dass sehr genaues Spiel notwendig war. Erich zwang seinen Gegner deshalb deutlich mehr Bedenkzeit zu investieren als er selbst. So brachte Erich seinen Kontrahenten  in Zeitnot, in  der diesem entscheidende Ungenauigkeiten unterliefen.
Wir gewannen den Kampf schließlich sicher mit 5,5:2,5 und sind mit mit 4:2 Punkten und einem guten Brettpunktverhältnis auf Platz 2 in der Tabelle erstmal vorne mit dabei.

In der nächsten Runde hatten wir unseren Lieblingsgegner zu Gast. Obwohl der SV Neuenrade nominell absolut gleich stark ist, haben wir in den letzten Jahren immer gewonnen und so war es auch diesmal. Warum das so ist, wissen wir auch nicht. Wir nehmen das aber wohlwollend zu Kenntnis.

Zu Anfang sah es aber überhaupt nicht danach aus. Im Gegenteil: An Brett 8 kam diesmal Thomas Langes zum Einsatz, weil Walter Bräutigam und Tom Feldhaus fehlten. Thomas ließ von Anfang an keine Zweifel aufkommen, spielte sich früh eine vorteilhafte Stellung heraus und zog das bis zum Gewinn nach etwa 3 Stunden sicher durch.

An den Brettern 4, 5 und 6 musste man sich dagegen Sorgen machen. Frank wählte an Brett 4 die falsche Strategie gegen die französische Verteidigung seines Gegners. Nach mehrere Ungenauigkeiten stand er in der Defensive mit einem nicht so guten Läufer auf d4 gegen einen bärenstarken schwarzen Springer auf e4, sowie Türmen und Damen. Aufgrund der schwächeren Stellungen an den Brettern 5 und 6 wollte er zunächst nicht in ein Remis einwilligen, sah aber später ein, dass das Remis das bestmögliche Ergebnis war und teilte deswegen den Punkt.

Simon Brunner hatte an Brett 5 eine offene Königsstellung mit vereinzelten h-Bauern und allen Schwerfiguren auf dem Brett.

Martin Kleine an 6 hatte gar eine Qualität eingestellt. Innerhalb von wenigen Minuten wendete sich jedoch das Blatt: Martin einen taktischen Abtausch erreichen, bei dem er seine Dame gegen zwei Türme behielt. Das sich sein Gegner darüber hinaus aber auch noch Sorgen um zwei schwache Bauern auf dem Damenflügel machen musste, einigten sich beide auf Remis.

Zeitgleich gewann Simon Brunner zunächst einen Bauern, dann eine Qualität und konnte vorentscheidend die Damen abtauschen, was letztlich zum sicheren Sieg reichte.

Dietmar Werthmann hatte an Brett 7 wie so oft eine vorteilhafte Stellung. Er nahm im Blackmar-Deemar-Gambit den angebotenen Bauern an und gab ihn später positionell vorteilhaft mit freierem Figurenspiel und schlechter Bauernstruktur seines Gegners zurück. Leider hatte er ebenso wie so oft viel Zeit verbraucht und man guckte sorgenvoll auf seine Uhr. Glücklicherweise hatte er einen Gegner erwischt, der nach seinen Worten noch schlechter blitzt als er und so gewann er verdient.

Da lediglich Uli Dassel an Brett 1 verlor, stand es nach vier Stunden 4:2 für uns.

Mohrmännchen hatte an Brett 2 in einem Damendendspiel eine sichere Remisstellung. Diese brachte er auch sicher nach Hause, so dass nur noch Erich Weyrauch übrig blieb. Lange Zeit hatte er eine hoch komplizierte positionelle Stellung mit Chancen auf beiden Seiten auf dem Brett. Von außen betrachtet hatten wir lange ein ungutes Gefühl, da sein Gegner einen Freibauern auf der d-Linie und Erich zwei angreifbare Bauern auf dem Damenflügel besaß. Beide Seiten drohten ständig mit taktischen Einschlägen Material zu gewinnen, so dass sehr genaues Spiel notwendig war.

Erich zwang seinen Gegner deshalb deutlich mehr Bedenkzeit zu investieren als er selbst. So brachte Erich seinen Kontrahenten  in Zeitnot, in  der diesem entscheidende Ungenauigkeiten unterliefen.

So gewannen wir den Kampf schließlich sicher mit 5,5:2,5 und sind mit mit 4:2 Punkten und einem guten Brettpunktverhältnis auf Platz 2 in der Tabelle erstmal vorne mit dabei.

In der sehr ausgeglichenen Liga ist keine Mannschaft mehr verlustpunktfrei, weil auch die favorisierte Zweitvertretung aus Iserlohn bereits einen Kampf verloren hat. Vor uns steht lediglich der SV Menden mit 5:1 Punkten. Wenn wir gegen die nicht verloren hätten….

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