Gelungenes 1. Saisondrittel der Ersten

..17.11.2018 14:32 von Uli Schumacher

 

 1. Runde, 23. September: KS Hagen/Wetter – SV Ruhrspringer 4-4

Der Auftakt in die neue Saison war sofort knackig. Es ging zum Verbandsligaabsteiger und Topfavoriten auf den Aufstieg nach Hagen. Vor zwei Jahren haben wir in der Verbandsliga gegen den gleichen Gegner in fast identische Aufstellung 2,5-5,5 verloren. Ein ähnliches Ergebnis wäre auch diesmal normal gewesen, doch es kam fast alles anders.

Es ging mit drei schnellen Remis von Uli Dassel, Thommy Mohrmann und Walter Bräutigam los. War zu Beginn noch unklar, ob vor allem Walter an Brett 8 nicht besser hätte weiter spielen sollen, erwies sich sein halber Punkt letztlich als wertvoll.

Zunächst gelang Sven Badke mit Weiß in scheinbar gedrückter Stellung gegen den Franzosen seines Gegners ein sehenswerter Gegenangriff mit überzeugendem Gewinn. Frank Steinhage legte  an Brett 6 schnell nach. Er kam als Schwarzer (!) mit Entwicklungsvorsprung aus der Eröffnung und zwang mit einem Springerschach den weißen König nach f1, wodurch der weiße Turm auf h1 dauerhaft eingesperrt blieb. Diesen „Mehrturm“ verwertete er schließlich durch positionelles Spiel zum Sieg. Plötzlich führten wir sogar mit 3,5-1,5. Doch leider konnten Erich Weyrauch und Dietmar Werthmann ihre Partien nicht halten und so kam unser Gegner zum Ausgleich.

Nun kam es auf Simon Brunner an, dessen Gegner immerhin um 200  besser war. Die Stellung an Brett 4 war unklar mit Chancen auf beiden Seiten, schwer zu berechnen, vielleicht sogar mit leichten Vorteilen für Simon. Sein Gegner bot deshalb Remis und um den Gesamterfolg nicht zu gefährden, nahm Simon an und wir hatten ein hervorragendes 4-4 erreicht.

 

2. Runde, 28. Oktober: SV Ruhrspringer – Hemer 2 6,5-1,5

Die Geschichte dieses Mannschaftskampfes ist schnell erzählt. Gegen die Zweitvertretung aus Hemer waren wir klarer Favorit, zumal Hemer nur zu siebt antrat und das 6. Brett freilassen musste.

Wie schnell ein solcher Vorteil sich verflüchtigen kann, hatten wir allerdings kurz zuvor im Viererpokal erleben müssen. Dort traten die Sfr. Bigge nur zu dritt mit zwei Nachwuchsspielern an.  Der Sieg war eigentlich nur eine Formsache und so nahmen wir das Ganze auf die leichte Schulter und schieden mit 2-2 nach Berliner Wertung aus.

Diese Mal blieben wir aber konzentriert und konsequent. Erich Weyrauch und Dietmar Werthmann erhöhten schnell auf 3-0. Simon Brunner, Sven Badke und Walter Bräutigam einigten sich danach  schnell auf remis, so dass der Kampf nach nicht einmal 3 Stunden bereits entschieden war. Uli Dassel und Thomas Mohrmann machten schließlich mit Siegen an den Brettern 1 und zwei den  Deckel drauf und wir waren nach dem 2. Spieltag zusammen mit Hagen/Wetter Tabellenführer in der Verbandsklasse.

 

3. Runde, 11.November: Meschede I – SV Ruhrspringer 3,5-4,5

Dieses Match kann man nur als sehr glücklichen Arbeitssieg verbuchen. Beide Teams traten mit Ersatz an. Bei uns fehlten Erich und Walter, dafür gaben Martin Kleine und Simon Voß ihr Saisondebüt in der 1. Mannschaft.

Mit und für Martin begann es denkbar schlecht. Martin verzettelte sich in einem Abspiel, zog in einer geplanten Zugfolge den 2. Zug vor dem 1., verlor eine Figur und musste aufgeben. Frank Steinhage konnte gegen Altmeister Dieter Senff ausgleichen. Uli Dassel, Thomas Mohrmann und Dietmar Werthmann steuerten jeweils halbe Punkte bei. Simon Brunner geriet mit Weiß in ein Damenendspiel mit Minusbauer und war nach seinem Verlust extrem geknickt. Kopf hoch, Simon! Das war nur eine Niederlage. Du hast in den letzten Jahren immer konstant gepunktet und das wird in diesem Jahr wieder so sein.

Gekippt ist der Kampf letztlich bei dem anderen Simon an Brett 8. In einer kompliziert, gedrückten positionellen Stellung, die man nicht geschenkt haben möchte, stellte Simon in Zeitnot einen Bauern ein und stand klar auf Verlust. Sein Gegner Andreas Weiss revanchierte sich allerdings ebenfalls in Zeitnot mit einem Figureneinsteller. Das wäre noch nicht dramatisch gewesen, denn Andreas hätte bei richtigem und eigentlich einfach zu sehenden Spiel für die Figur drei Bauern haben können. Er wickelte jedoch falsch ab und Simon konnte glücklich zum 3,5-3,5 ausgleichen.

So blieb nur noch Sven Badke gegen Leszek Trojan übrig. Beide hatten einen Freibauern. Der von Sven auf der c-Linie war jedoch mit a- und b-Bauern verbunden, während er den vereinzelten e-Bauern seines Gegners mit einem Springer blockieren konnte. Zudem konnte Sven mit seinem Turm in die Stellung des Weißen eindringen und zwei Landwirte seines Gegners abräumen. Dennoch war danach extrem genaues Spiel nötig, um den fehlenden ganzen Punkt einzufahren. Trojan verteidigte sich geschickt und einfallsreich und erreichte gutes Gegenspiel. Letztlich setze Sven sich aber durch und machte einen glücklichen Sieg perfekt.      

             

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